Lehndorf die Siedlerstadt

 

Viele kleine Häuser in Lehndorf steh'n

meist mit ein oder zwei Schornsteine verseh'n,

weiß das Gewand und rot das Dach,

darunter ist manch hold Gemach.

Die Häuser all in Reih und Glied

man erkennt fast keinen Unterschied.

Es ist die Saat im neuen Staat,

die uns der Führer selber gab.

Was hier geschaffen muss man seh'n,

man darf nicht dran vorüber geh'n.

Ein Geist, ein Wille und ein Sinn,

führten zu diesem Ziele hin.

Hier wohnt arm hier wohnt reich

dem Führer sind sie alle gleich.

Den Adel des Lebens er anerkennt

die Niedersachsen er gut kennt.

Der hackte, dass die Schwarte krachte,

dass ihn das Hemd am Hintern backte.

Doch zog er mit vergnügten Sinn,

froh ins eigne Häuschen 'rin.

Und an den Häuschen in welcher Pracht

die einen da entgegen lacht

ein Garten schmuck, ein Garten fein,

ladet zum Besuche ein.

Vergessen will ich auch nicht sie,

die was man so nennt Menagerie.

Da hat man Ziegen, Enten, Schweine, 

Hühner, Karnickel groß und kleine,

man hat fast alles was man braucht

der Siedler gemütlich sein Pfeifchen raucht.

Und brummt bei Meiern das Radio,

dann macht's der Müller gradeso.

 Man hat hier Gas, elektrisch Licht

auch Leitungswasser das erfrischt.

Man lebt hier fröhlich und gesund.

von eine in die andere Stund.

Drum Volksgenossen in Stadt und Land,

jetzt ist die Sache erst erkannt

wir bauten nicht aus Lust und Pracht,

die Not hat uns dazu gebracht.

Drum heute ich es nicht vergesse,

viel Dank dem Oberbürgermeister Hesse

und jeden mit seiner Kraft,

an diese Siedlung mitgeschafft.

 

Gez.: ein Siedlerfreund   

(der Name ist dem Verein bekannt)

2.08.1943

 

Kommentar

Leider mussten wir erfahren, dass das Gedicht falsch verstanden wurde

Daher weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier keineswegs um ein Gedicht mit politischem Hintergrund handelt.

Der Geist des Siedlervereins ist Geselligkeit, Nachbarschaftshilfe und das Miteinander der Generationen.

Gez. Der Vorstand

Lehndorf, 1.6.2012